Heimatverein Denkmale Fotoarchiv Karte
Startseite Geschichte Persönlichkeiten Ulrich, Fritz

Geschichte


Vor- und Frühgeschichte Römer Alamannen | Franken Ortsgründung Ortsentstehung Dreißigj. Krieg Ansicht von 1680 Forstkarte 1682 Auswanderer 1904 Ortsbeschreibung 1. Weltkrieg 2. Weltkrieg Kriegsende Heimatvertriebene Währungsreform Maibaum Eisenbahn Wappen Sagen Persönlichkeiten Zeittafel Schwaikheim heute! Erster Song über Schwaikheim

Eckstein, Johann Friedrich Lidle, Karl Müller, Fritz Müller, Karl I Müller, Karl II Schefenacker, Alfred Ulrich, Fritz Vollmer, Kurt

Sitemap | Übersicht Impressum

Fritz Ulrich

Fritz Ulrich (18881969)

Fritz U l r i c h wurde am 12. Februar 1888 in Schwaikheim als neuntes von zehn Kindern einer Arbeiterfamilie geboren.
Er wuchs unter ärmlichen Verhältnissen auf und erlernte nach 7-jähriger Schulzeit den Beruf des Schriftsetzers und Druckers. Nach der Lehrzeit zog er nach Reutlingen und wurde Mitglied der Sozialdemokratischen Partei. Auf seine Initiative entstand 1907 der Ortsverband der SPD in Schwaikheim. Sein Interesse für die Politik brachte ihn nach Heilbronn, wo er seit 1912 Redakteur des sozialdemokratischen "Neckar Echo" war. Während des 1. Weltkriegs war Fritz Ulrich Soldat.

Nach dem ersten Weltkrieg kam Fritz Ulrich erstmals in den württembergischen Landtag und wurde in der Folge bei allen Landtagswahlen vor 1933 und nach 1945 für den Landkreis Heilbronn in den Landtag gewählt. Von 1930 bis 1933 war er auch Abgeordneter im Deutschen Reichstag. Nach der Machtergreifung Hitlers war es mit seiner politischen Arbeit zunächst vorbei. Er wurde öfter verhaftet und musste zweimal ins Konzentrationslager. Ab 1933 war er dann in Heilbronn Wengerter und Besenwirt.

1945 wurde Fritz Ulrich Innenminister für Württemberg-Baden, ein Amt, das er auch im vereinigten Land Baden-Württemberg bis 1956 innehatte. In dieser Zeit erfolgten zahlreiche Weichenstellungen, die unser Land bis heute prägen, zum Beispiel: die Gemeinde- und die Landkreisordnung, das kommunale Wahlrecht, der Aufbau einer demokratischen Polizei und auch die Bodenseewasserversorgung. Bis zu seinem 80. Lebensjahr blieb er noch Abgeordneter und galt im Landtag als begnadeter und wirksamer von Humor geprägter Redner, was er auch bei zahlreichen offiziellen Anlässen in seiner Heimatgemeinde Schwaikheim unter Beweis stellte. Er war sich seiner Wurzeln immer bewusst und hat den Kontakt zu den einfachen Menschen auch hier in Schwaikheim, wo er viele Verwandte und Freunde hatte, nie abreißen lassen.

Seit 1953 war Fritz Ulrich Ehrenbürger der Stadt Heilbronn und der Gemeinde Schwaikheim.

In Heilbronn ist eine Schule, in Schwaikheim sind die Fritz-Ulrich-Halle, das Naturfreundehaus und eine Straße im Wohngebiet “Bühl” nach ihm benannt.

Geburtshaus von Fritz Ulrich

Ludwigsburger Straße 11, 71409 Schwaikheim

Willy Brandt und Alfred Nau danken Fritz Ulrich

Parteitag in Dortmund 1966

Fritz Ulrich

Links: Ehefrau von Fritz Ulrich. Mitte: Fritz Ulrich. Rechts: Bürgermeister Fritz Müller. Die Aufnahme entstand im alten Fachwerkrathaus von Schwaikheim. Im Hintergrund ist ein schöner Kachelofen zu sehen.

Geburtshaus von Fritz Ulrich

von links: Hermann, Gotthilf ("Klenka Biff") und August Klenk. Am linken Rand ist das Haus von Schneidermeister Eduard Weichert zu sehen. Das kleine Haus mit dem Treppenaufgang ist das Geburtshaus von Fritz Ulrich.

Fritz Ulrich 1956 im Naturfreundehaus

Fritz Ulrich - 1956

Fritz Ulrich 1962

Einweihung der Ludwig-Uhland-Schule

Fritz Ulrich - 1965

Links zu Fritz Ulrich
> Informationen bei Wikipedia
> Fritz-Ulrich-Schule in Heilbronn
> Stadtarchiv Heilbronn

Benennungen in Schwaikheim

Diese Seite ausdrucken